

Internationale wissenschaftliche Konferenz: Die Oberlausitz unter den Habsburgern 1526-1635. Politik-Wirtschaft-Konfession
Über diese Veranstaltung
Am 22. Oktober 1526 wurde Ferdinand von Habsburg, der jüngere Bruder Kaiser Karls V., zum König von Böhmen gewählt, ehe er fünf Monate später, am 24. Februar 1527, gekrönt wurde. Damit trat er auch die Herrschaft über die böhmischen Kronländer, darunter die Oberlausitz, an.
Mehr als hundert Jahre sollte die Herrschaft der Habsburger über die Oberlausitz währen, bis König Ferdinand II. 1635 inmitten des Dreißigjährigen Krieges den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. mit der Oberlausitz belehnte. In diesen reichlich hundert Jahren hat die habsburgische Landesherrschaft mannigfaltige Spuren sowohl in der politischen Geschichte der Oberlausitz als auch in der Wirtschafts-, Militär,- Kultur-, Kunst- und Kirchengeschichte hinterlassen.
Diesen Spuren unter verschiedensten Perspektiven sowie den Verflechtungen mit Böhmen und Ungarn nachzugehen, ist Aufgabe der Konferenz.
Dazu referieren internationale Wissenschaftler in 18 Vorträgen an 2 Tagen.
Veranstaltungsort ist das Rathaus der Stadt Zittau, Markt 1, 02763 Zittau
Der Eintritt zur Tagung ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter https://eveeno.com/180714297 oder über die Städtischen Museen Zittau.
Am Samstag, den 31.10. findet im Museum Kirche zum Hl. Kreuz das Konzert zur Hammerschmidt-Ehrung statt. Die Karten dafür sind bei der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH (KuWeit) erhältlich.
Das komplette Programm inklusive des Faltblattes zur Tagung gibt es hier https://zittau.de/tourismus-kultur-freizeit/sehenswertes/staedtische-museen/neuigkeiten
Faltblätter liegen in den Städtischen Museen Zittau aus.
Eine Veranstaltung der Fachgruppe Landeskunde, Geschichte und Kunstgeschichte des Lusatia-Verbandes e.V., der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften und der Städtischen Museen Zittau.
Die internationale wissenschaftliche Konferenz steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer.
Freitag | 30.10.
10.00 – 11.00 Uhr
Grußworte und Einführung
Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau
Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
Dr. Lars-Arne Dannenberg, Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften
Dr. Peter Knüvener, Städtische Museen Zittau
Dr. Volker Dudeck, Lusatia-Verband e.V.: Welt-Macht-Geist. Das Haus Habsburg und die Oberlausitz 1526-1635 – eine Retrospektive zur Zittauer Ausstellung 2002
11.00 – 13.00 Uhr
Sektion I – Verfassung und Politik I, Moderation: Dr. Lars-Arne Dannenberg
Prof. Dr. Joachim Bahlcke (Leipzig): Frühmoderne Staatlichkeit und ständische Autonomie in der frühen Neuzeit. Mitteleuropa – Habsburgermonarchie – Oberlausitz
Prof. Dr. Lenka Bobková (Prag): Vertreter des Herrschers. Die Landvögte in der Oberlausitz. Brüche und Kontinuitäten unter den Habsburgern
Doz. Dr. Milan Svoboda (Liberec): Die böhmischen Länder in den Jahren 1526–1635 in den Zittauer Stadtchroniken
14.30 – 16.00 Uhr
Sektion II – Verfassung und Politik II, Moderation: Dr. Peter Knüvener
Prof. Dr. Uwe Schirmer (Jena): Oberlausitzischer Niederadel am Ausgang des Mittelalters (1471-1526)
Dr. Tomáš Sterneck (Prag): Zur politischen Kommunikation unter den Kronländern. Befunde anhand der Archive der Familie Rosenberg und derer von Schwamberg
16.30 – 18.30 Uhr
Sektion III – Politik und Wirtschaft, Moderation: Dr. Volker Dudeck
Dr. Cornelia Müller (Görlitz): Zum Pönfall der Sechsstädte
Dr. Frank Metasch (Dresden): Der Traditionsrezess als Ende der unmittelbaren Herrschaft der Habsburger über die Oberlausitz und ihr mittelbarer Einfluss danach
Prof. Dr. Ludger Udolph (Dresden): Literaturen der Zeit in Böhmen und den Lausitzen
19.30 Uhr
Abendvortrag, Moderation: Dr. Lars-Arne Dannenberg
Prof. Dr. Miloš Řezník (Chemnitz): War die habsburgische Oberlausitz eine Region?
Samstag | 31.10.
9.00 – 10.30 Uhr
Sektion IV – Kunst und Kultur I, Moderation: Dr. Sven Brajer
Kai Wenzel (Görlitz): Reflektionen der habsburgischen Hofkunst in der Oberlausitz
Dirk Schumann (Berlin): Die beiden Lausitzen als Transformations- und Innovationsräume spätgotischer Architektur im 16. Jahrhundert und ihre Ausstrahlung auf Nachbarregionen wie die Mark Brandenburg
11.00 – 12.30 Uhr
Sektion V – Kunst und Kultur II, Moderation: Dr. Agnieska Gąsior
Rudolf Bönisch (Lübbenau): Zur Verbreitung der sakralen Gemälde von den Hofmalern Kaiser Rudolfs II. über die Druckgraphik in Sachsen
Dr. Sven Rössel (Torgau): Andreas Hammerschmidt (1611-1675) – „Ach! Orpheus wird nicht mehr gehört“?
Lars-Gunter Schier (Seifhennersdorf): Der Herrschaftswechsel im Spiegel von Münzen und Medaillen
14.00 – 15.30 Uhr
Rundgang durch Zittau mit Besuch ausgewählter Monumente und Kunstwerke aus der Habsburgerzeit
15.30 – 16.30 Uhr
Sektion VI – Politik und Konfession, Moderation: Dr. Volker Dudeck
Dr. Petr Hrachovec (Prag): Oberlausitzer Klöster in der landesherrlichen Kopialüberlieferung der habsburgischen Ära
Dr. Martin Christ (Erfurt): Überlegungen zu den Holzschnitten im Gesangbuch des Johann Leisentrit
Dr. Jan Zdichynec (Prag): Bautzener Domdekane zwischen König, Rom, Schwestern und Lutheranern: ein Projekt die katholische Kirche in der Oberlausitz zu retten
17.00 Uhr
Diskussion und Resümee
Sa | 31.10. | 18.30 Uhr Konzert
Museum Kirche zum Hl. Kreuz
Festkonzert zu Ehren von Andreas Hammerschmidt
mit Kartenbestellung unter https://ku-weit.de/index.php/projekte/kultur-hammerschmidtehrung
Termine & Orte
Diese Veranstaltung findet an 2 Tagen statt





