Skip to content
MHF Lípa Musica: La Rameau (Turnovský hudební večer)
KonzertEinzelveranstaltung

MHF Lípa Musica: La Rameau (Turnauer Musikabend)

27. 09. 2026 · 18:00Turnov 1CZ

Über diese Veranstaltung

„Auf Rameaus Gesicht wechselten sich Leidenschaften ab, man konnte darauf Zärtlichkeit, Zorn, Freude, Trauer erkennen, Piano und Forte unterscheiden…“
- Denis Diderot

In einer Aufführung, die aus der gegenseitigen künstlerischen Bewunderung von Jana Semerádová und Radim Vizváry entstand, wird vor dem Hintergrund von Rameaus genialem Werk Pièces de clavecin en concerts ein pantomimisches Fresko des Lebens des Komponisten entfaltet. Der Mime verkörpert den Komponisten Jean-Philippe Rameau selbst und bringt dem Publikum seine Persönlichkeit, seine innere Welt und seine schöpferische Imagination schauspielerisch nahe. Die Zuschauer erleben Rameau in verschiedenen Lebensphasen. Auf der Bühne entfaltet sich ein vollwertiges Theaterstück, in dem Musik und Pantomime in einem ausgewogenen Verhältnis koexistieren.

Radim Vizváry gehört zu den profiliertesten Persönlichkeiten des zeitgenössischen mimischen Theaters in Europa. Er ist Mime, Regisseur, Choreograf, Autor und Pädagoge, der das nonverbale Theater als eigenständige künstlerische Sprache nachhaltig weiterentwickelt. Er absolvierte die Musik- und Tanzfakultät der Akademie der musischen Künste (AMU) in Prag und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen bedeutenden internationalen und nationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Thálie-Preis (2016) für seine Leistung in der Inszenierung Sólo.

Flötistin Jana Semerádová zählt zu den führenden Persönlichkeiten der tschechischen Barockmusikszene. Als künstlerische Leiterin des Ensembles Collegium Marianum prägt sie dessen Dramaturgie und interpretatorischen Ansatz, wobei sie Musik- und Schauspielkunst miteinander verbindet. Dank ihrer Forschungsarbeit in Archiven und ihrem tiefen Verständnis für barocke Gestik und Deklamation präsentiert das Ensemble jährlich moderne Erstaufführungen vergessener Werke.

Wenn in der heimischen Szene das Barock-Cello erwähnt wird, kommt einem sofort der Name Hana Fleková in den Sinn, Mitglied führender tschechischer Ensembles wie Collegium Marianum, Collegium 1704 oder Musica Florea. Hana Fleková studierte Cello am Prager Konservatorium und später an der AMU. Einen Teil ihres Studiums verbrachte sie in London, wo sie sich dem Spiel der Viola da gamba widmete. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit der authentischen Interpretation von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und arbeitet mit weiteren Formationen zusammen, wie etwa Ensemble Tourbillon und Ensemble Inégal. Sie ist an zahlreichen Aufnahmen tschechischer und ausländischer Plattenlabels beteiligt.

Jiří Havrlant gehört zu den bemerkenswerten jungen Interpreten, deren Name immer häufiger mit der Welt der Alten Musik in Verbindung gebracht wird. Er studierte das Spiel auf historischen Tasteninstrumenten an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brünn unter der Leitung von Barbara Maria Willi; weiter perfektionierte er sich an der Schola Cantorum Basiliensis und am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

Loading map…