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Eine Frau mittleren Alters posiert vor einem blauen Hintergrund mit dem Schriftzug Nisa Factory.
WorkshopEinzelveranstaltung

Sei kreativ mit Eva Rydlová

19. 09. 2026 · 14:30 – 15:30Jablonec nad NisouCZ

Über diese Veranstaltung

Vortrag nicht nur über Glasrestaurierung, sondern auch über die Geschichte, das Handwerk und das Können der Brüder Blaschka

Die Glasrestaurierung ist ein einzigartiges Fachgebiet an der Schnittstelle von Handwerk, bildender Kunst, Geschichte und Naturwissenschaften. Jeder beschädigte Glasgegenstand stellt für den Restaurator ein spezifisches Problem dar – Glas ist zerbrechlich, empfindlich gegenüber mechanischer Belastung und seine Reparatur hat klare Grenzen.
Über alles, was die Arbeit eines Glasrestaurators mit sich bringt, wird
Eva Rydlová
berichten, die seit 1992 als freiberufliche Restauratorin tätig ist. In ihrer Praxis befasst sie sich mit Objekten aus Museumssammlungen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart und widmet sich seit langem auch der Restaurierung von Glasskulpturen.
Eva Rydlová widmet sich auch dem Studium und der Restaurierung der
Glasmodelle von Pflanzen von Leopold und Rudolf Blaschka
. Ihre außergewöhnlich realistischen Glasblumen entstanden an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und verblüffen bis heute durch die Verbindung von wissenschaftlicher Präzision, künstlerischem Talent und außergewöhnlichem Glashandwerk. Die umfangreiche Sammlung im Harvard Museum umfasst beispielsweise etwa 4.300 Modelle, die 780 Pflanzenarten repräsentieren.
Eva Rydlová hat auch deren Glasmodell eines
Moschus-Kraken aus den Sammlungen des Nationalmuseums in Prag
restauriert.
Der Vortrag bietet einen Einblick in die Restaurierungswerkstatt und verdeutlicht, wie entschieden wird, was gerettet werden kann, was ergänzt werden muss und wo der Restaurator die unersetzlichen Spuren der Zeit respektieren muss. Anhand von Beispielen konkreter Objekte und der Glasblumen der Blaschkas wird sie die Herausforderungen der Arbeit aufzeigen, die nicht nur Kenntnisse über Glas und dessen Technologien erfordert, sondern auch Geduld, Präzision und ein Gespür für den historischen Wert des zu restaurierenden Werkes.

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